MEIN SPORTBOOTFÜHRERSCHEIN
topbild

Allgemeines zu Seemannschaft

Das Belegen eines Schiffes ist eine überlebenswichtige Arbeit - zumindest für das Schiff. Die Befestigung muß halten, darf sich nicht von selbst lösen und muß doch jederzeit schnell wieder lösbar sein. Dabei paßt noch längst nicht jede Technik für jede Situation.
 
Knoten werden überall an Bord gebraucht. Aber welcher für welche Situation? Die grundlegenden Knoten sind absolutes Pflichtwissen für jeden Bootsführer und er sollte ein wenig Mühe darauf verwenden, diese auch seiner Crew zu vermitteln.
 
Das Spleissen ist ein Thema für sich. Nicht jeder beherrscht es und viele ziehen es vor, fertig mit Augspleissen versehenes Tauwerk zu kaufen. Aber warum? Spleissen ist Übungssache. Wenn man es beherrscht, so kann manche Ausgabe eingespart werden und in vielen Situationen an Bord kann man sich besser helfen und benötigtes Tauwerk aus vorhandenem herstellen.

Spleissen

Zuerst wird das mittlere Kardeel durchgesteckt
Dann wird das linke Kardeel durchgesteckt
Nun wird das Auge umgedreht. Das dritte lose kardeel wird nun von rechts nach links unter dem noch freien kardeel der Leine durchgesteckt. Der spleiß wird jetzt festgezogen und überprüft, ob er in Ordnung ist. Das rote kardell muß dabei parallel zum kardeel der Leine an seiner rechten Seite sein. Die Kardeele müssen auf gleicher Höhe aus der Leine heraustreten und zwar in einem Winkel von 120° zueinander. Zur Weiterfürhung des Spleißes wird nun jedes kardeel von rechts nach links über das folgende Kardeel des Taues und unter das übernächste gesteckt.
 
Arbeiten Sie systematisch und nehmen Sie immer das Kardeel, das links von dem gerade durchgesteckten Kardeel ist. Nach jedem Durchstecken wird an den Kardeelen gezogen, um den Spleiß fest zu machen. Vier Spleißgänge sind ausreichend. Wollen Sie besonders gute Arbeit leisten, so machen Sie sechs Durchgänge, wobei vom dritten Gang an aus jedem Kardeel Garne herausgenommen werden. So läuft der Spleiß schlank zu.

Notmanöver

Vorkommen sollten sie eigentlich nicht - die Notsituationen. Aber passieren kann alles - jederzeit. Das 'Mann über Bord' Manöver muß laufend geübt werden. Im Notfall muß es sitzen und mit jedem neuen Boot und jeder neuen Crew ist es immer wieder durchzuführen, bis auch der letzte an Bord begriffen hat, worauf es ankommt.
 
Kentern ist ein Thema, daß vor allem beim Jollensegeln zu den Alltagserscheinungen zählt. Wenn das Aufrichten eines Bootes bereits geübt wurde, ist es oft kein Problem. Schwierig wird es, wenn man unvorbereitet - ungeübt - mit diesem Phänomen konfrontiert wird und hilflos um sein gekentertes Boot herumschwimmt und seine Kraft mit zwecklosen Aufrichtversuchen vergeudet.
 
Abschleppen kann immer mal notwendig sein. Auch wenn es dem Skipper peinlich ist: Wenn der Wind sich auf nimmer Wiedersehen verabschiedet und wir keinen oder einen defekten Motor an Bord haben, dann bleibt nichts übrig als die mobilen Boote um Hilfe anzupreien. Wenn man Hilfe in Anspruch nimmt, sollte man aber auch wissen, wie man sich zu verhalten hat und muß manchmal auch für den freundlichen Schlepper mitdenken...
 
Das Festkommen oder sich festfahren sollte ebensowenig vorkommen aber auch mit größeren Yachten kann es immer einmal vorkommen. Sei es daß der Anker nicht gehalten hat, eine Seekarte eine Untiefe nicht oder nicht richtig enthält oder auch ein kleiner Moment der Unaufmerksamkeit. Egal - wie komme ich wieder frei?

nach oben
Segelschiff    facebook twitter   

    © Johanna's Webdesign